Buch des Monats Dezember 2016 – Katharina Saalfrank „Was unsere Kinder brauchen“

Hallo Hallo,

so kurz vor Schluß schulde ich Euch noch mein Buch des Monats Dezember 2016. Dieses Mal ist es sogar ein „richtiges“ Buch und kein Hörbuch. Aber das soll dem Ganzen natürlich keinen Abbruch tun. Diesen (und sogar schon letzten Monat) habe ich immer mal wieder in Katharina Saalfranks Buch „Was unsere Kinder brauchen“ reingelesen. 

Es ist kein typisches Schmökerbuch, sondern eines, das man zur Hand nimmt, weil man selber Kinder hat (oder welche möchte) oder weil man sich für Erziehungsthemen interessiert. Bei mir ist, wie ihr wisst, beides der Fall 🙂 Zudem bin ich einfach auch ein großer Fan von Katia (Kurzform) selbst. Ich hatte das große Glück sie jetzt schon 2 Mal zu treffen und ich habe wirklich selten (!) eine so herzliche, freundliche und liebevolle Person kennengelernt. Sie nimmt einen mit ihrer positiven Art einfach sofort mit und man hat ständig das Bedürfnis sie zu drücken (also ich hatte das, ich hab mich aber zurück gehalten 😀 ) Das letzte Mal habe ich sie auf einem Bloggerbrunch (von Bepanthen) getroffen und ich wollte mir nur ihr erstes Buch „Du bist okay so wie du bist“ signieren lassen, als wir ins Gespräch kamen und auf einmal zieht sie ihr neues Buch aus der Tasche (das eigentlich für jemand anderes bestimmt war) und sagt: „Ach, ich schenke es dir, aber du musst es auch lesen“ 🙂

Das war nicht das letzte Mal an diesem Vormittag, an dem wir uns unterhielten und ich habe sie wirklich schon nach kurzer Zeit ins Herz geschlossen. So, nun aber zu ihrem Buch. Auf 192 Seiten zeigt Katia anhand von Alltagssituationen und Beispielen „ihre“ 7 Werte für eine gelingende Eltern-Kind-Beziehung. 

Das sagt der GU-Verlag:

„Verantwortung statt Bevormundung, Achtsamkeit statt Belehrung, Vertrauen statt Kontrolle, Miteinander statt Gegeneinander lauten einige der Werte, die die Eltern-Kind-Beziehung stärken. Es geht mir um eine tragfähige Beziehung, die auf einer sicheren Bindung zu uns Eltern aufbaut und die auch die emotionale Entwicklung des Kindes berücksichtigt. Das ist es, was Kinder wirklich brauchen, sagt die erfolgreiche Pädagogin Saalfrank. So haben Kinder eine Chance, angstfrei, selbstbewusst und glücklich aufzuwachsen. Doch wie setze ich das im turbulenten Alltag mit Kind, Haushalt und Job in unserer leistungsorientierten Gesellschaft erfolgreich um? Der GU-Ratgeber Was unsere Kinder brauchen zeigt anhand zahlreicher realistischer Alltagssituationen wie Eltern und Kinder diese Werte gemeinsam leben können. Denn am Ende wollen alle Eltern nur Eines: Dass es ihren Kindern gut geht. Ein beziehungsorientierter Umgang miteinander ist ein wesentlicher Grundstein dafür.“

Was mir an dem Buch sofort positiv aufgefallen ist, sind die Beispiele aus dem Alltag. Katias Buch ist ein Ratgeber, ein Fachbuch, und vielen Büchern dieser Sorte fehlt es an den praktischen Beispielen. Bei ihr merkt man, dass sie selber Mutter (4 Söhne) ist, aber auch vom Fach kommt und tagtäglich mit Problemen zwischen Eltern und Kindern zu tun hat. Sie schreibt also nicht nur die nackte Theorie herunter, sondern gibt klare Handlungsempfehlungen.

Da ich jeden Tag versuche meine Kinder beziehungs- und bedürfnisorientiert zu begleiten (ich verwende hier bewußt nicht das Wort -erziehen-) mag ich den Grundtenor des Buches sehr. Dieser ist nämlich: Hinhören und Bedürfnisse erkennen! Hinhören und hinterfragen. Was will unser Kind wirklich? Aber auch was wollen wir als Eltern wirklich? Was ist uns wichtig? Wie können wir unsere Kinder unterstützen ohne sie zu überfordern.

Kernaussage des Buches ist, dass jedes Kind einzigartig ist, genauso wie seine Familienkonstellation und dass es somit nicht DIE EINE richtige Lösung oder den einen richtigen Weg gibt. Das heißt aber auch, dass es nicht die falsche Lösung gibt.

Die 7 Werte, in die das Buch unterteilt ist, sind:

0. Neue Wege im Umgang mit unseren Kindern

1. Beziehung statt Erziehung

2. Achtsamkeit statt Belehrung (Unterstützung unserer Kinder bei ihrer emotionalen Entwicklung oder Begleitung in der Autonomiephase)

3. Verantwortung statt Bevormundung (bespricht z.B. Themen wie aggressive Kinder und das Gleichgewicht im Umfeld unserer Kinder)

4. Wertschätzung statt Abwertung (Wie man liebevoll nein sagen und Alternativen finden kann)

5. Vertrauen statt Kontrolle

6. Dialog statt Monolog

7. Miteinander statt gegeneinander (Kinder wollen kooperieren und mit uns gemeinsam Wege finden)

Mein Fazit:

Ich empfehle Euch dieses Buch von ganzem Herzen. Man merkt, dass hier ein Profi mit Herz schreibt. Ich mag besonders, dass Katia immer wieder hervorhebt, dass es sich hier um KINDER und nicht um kleine Erwachsene handelt, die man mit Respekt behandeln und mit Liebe und Wärme begegnen soll. Dass Kinder nicht als unfertige Wesen zur Welt kommen, die man erst zurecht biegen und er-ziehen muss. Kinder sind genau richtig so, wie sie sind und sie haben es verdient dafür geliebt zu werden.

Diesem Buch gebe ich deswegen 5 von 5 Blumen

5-bewertung-buch-des-monats

 

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