BLOGGER GEGEN GEWALT AN KINDERN – Mein Herzensprojekt Teil 1 #bggak

Hallo ihr Lieben,

Ihr seht es schon an der Überschrift und einige von Euch haben meine Ankündigung zu diesem, meinem Herzensprojekt, schon auf Instagram gesehen. Seit sehr vielen Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema Gewalt an Kindern, Kindesmisshandlung, häusliche Gewalt, die Arbeit von Jugendamt und Familienhilfe und neuerdings auch die Arbeit des Familiengerichts. 

Seit vielen Jahren lese ich also so gut wie jedes Interview, schaue jede Dokumentation, kenne fast jede Studie zu diesem Thema. Dieses Thema ist ein sehr emotionales und ergreifendes Thema, weswegen es sehr vielen Menschen sehr schwer fällt darüber zu reden oder zu schreiben. Auch mich macht es an manchen Tagen emotional so fertig, dass ich nicht schlafen kann und meine Gedanken nur noch kreisen. Dann muss ich kurz Abstand nehmen und mich auf meine Familie und meine Kinder besinnen. Ich jedoch möchte dieses Schweigen, gemeinsam mit anderen Bloggern und Youtubern brechen! Mein Ziel ist es nicht, Täter anzuprangern oder zu verurteilen, das ist die Aufgabe der Strafgerichte. Mein Ziel ist es sehr vielen Menschen, egal wie alt, aus welcher Schicht und Religion, die Augen zu öffnen, wachsamer zu sein und Möglichkeiten zur Selbsthilfe aufzuzeigen. Gegen das Wegschauen, aber auch gegen das Vergessen derer, bei denen weggeschaut und nichts oder zu wenig unternommen wurde.

Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn sich viele Blogger, ob Eltern oder nicht, dazu entscheiden würden, das Logo auf ihrer Seite einzubinden. Mir geht es dabei nicht um Traffic oder Klicks. Es wäre toll, wenn das Logo mit Hilfsangeboten oder Organisationen verlinkt wäre.

Welche das sein könnten, zeige ich weiter unten.

In dieser Reihe von Posts, die in der Zukunft online kommen werden, wird es Interviews mit Familienrichtern, Opfern, Rechtsmedizinern und Jugendsamtsmitarbeitern geben.

In diesem Post geht es erst einmal um die nackten und knallharten Fakten zum Thema Gewalt an Kindern anhand einer Studie von UNICEF

• Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden im Jahr 2002 weltweit rund 53 000 Kinder umgebracht.

• Einer in mehreren Ländern durchgeführten Erhebung zufolge haben zwischen 20 und 65 Prozent der Schulkinder angegeben, dass sie mit Worten oder Taten gepeinigt und gequält wurden.

• Schätzungen der WHO im Jahr 2002 ergaben, dass 150 Millionen Mädchen und 73 Millionen Jungen unter 18 Jahren zu Geschlechtsverkehr gezwungen wurden oder anderen Formen von sexueller Gewalt ausgeliefert waren.

• Zwischen 100 und 140 Millionen Mädchen und Frauen weltweit haben genitale Verstümmelungen/Beschneidungen erlitten. 3 Millionen Mädchen und Frauen in Afrika südlich der Sahara, Ägypten und im Sudan müssen diesen Brauch jedes Jahr über sich ergehen lassen.

Seit dem Jahr 2000 haben Kinder das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung. Das heißt, dass es verboten ist Kindern Gewalt anzutun, gleich ob physische oder psychische. Aber wer kennt ihn nicht den Satz: „Ein Klaps auf den Po/Eine Ohrfeige hat noch niemandem geschadet!“ DOCH, ein Klaps, egal wohin, schadet! Es demütigt und erniedrigt das Kind, die Eltern haben die (körperliche) Macht über ihre Kinder und leben diese in Form von Gewalt aus.

Laut einem Interview mit Prof. Dr. Tsokos, Leiter des Institutes für Rechtsmedizin an der Charité Berlin, sind Kinder zwischen 0-3 Jahren am gefährdetsten Opfer körperlicher und seelischer Misshandlungen von Familienmitgliedern zu werden. Über 50% der Kinder, die zwischen 0-3 Jahren zu Tode kommen, sterben NICHT eines natürlichen Todes, sondern an Misshandlungen und Folter. Und das in einem der am best entwickeltsten Länder der Welt.

Es gibt natürlich noch sehr viel mehr Daten, Zahlen und Fakten, jedoch glaube ich, dass dieser kleine Einblick erst einmal reicht.

Ich möchte Euch nämlich gerne noch auf die wahnsinnig wichtige Arbeit eines Vereins aufmerksam machen. Der Verein heißt Schutzlos-Wehrlos.e.V

Dort machen sich Menschen die große Mühe die Geschichten und Schicksale zu Tode gekommener Kinder zu recherchieren und aufzuschreiben. Gegen das Vergessen und zur Mahnung. Auch die Geschichten der Kinder, die schwerste Misshandlungen überlebt haben, werden dort erzählt.

Jedoch werden dort auch hilfreiche Tipps gegeben, wie man z.B. eine mögliche Misshandlung erkennt und was man dann tun kann.

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Natürlich könnt ihr den Verein auch unterstützen. Entweder durch Vereinsbeitritt (2€ pro Monat), Geldspenden oder aber ihr werdet Teil des Rechercheteams. Ich bin schon länger am Überlegen, ob ich mich dort beteiligen möchte, jedoch habe ich auch sehr großen Respekt vor der Arbeit mit dem Thema, dass es mich emotional noch mehr mitnimmt, versteht man das?

Wie versprochen erhaltet ihr hier noch Organisationen (die ihr bestimmt schon kennt), die ihr verlinken oder auch einfach so unterstützen könnt.

UNICEF

Deutscher Kinderschutzbund

Ein Herz für Kinder

Stiftung gegen Gewalt an Schulen

Baden-Würtemberg Stiftung: GEGEN GEWALT AN KINDERN – GEMEINSAM FÜR MEHR KINDERSCHUTZ BEI HÄUSLICHER GEWALT

Deutsches Kinderhilfswerk

Kindernothilfe

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr diesen Post teilt oder das Logo einbindet um auf das Thema aufmerksam zu machen.

Danke und viele liebe Grüße,

Eure Caro

Alle, die sich dem Projekt anschließen möchten:

3 Kommentare zu „BLOGGER GEGEN GEWALT AN KINDERN – Mein Herzensprojekt Teil 1 #bggak

  1. Hallo!
    Die liebe Lottes Motterleben hat mich auf dich aufmerksam gemacht. Gerne habe ich noch deinen Beitrag mit dem Logo bei mir verlinkt.
    http://www.terrorpueppi.de/2017/07/lautlose-gewalt-anonymes-gedicht.html

    Außerdem möchte ich dich gerne noch auf ein Interview meiner Co-Autorin aufmerksam machen. Es geht auch um Gewalt an Kindern und ist fachlich fundiert.
    https://kidzchaos.com/2017/07/26/jegliche-gewalt-in-der-kindheit-schadet-ein-interview-mit-terrorpueppi/

    Gefällt 1 Person

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