Mein Baby beißt beim Stillen – Ist das der Anfang vom Ende unserer Stillzeit?

Hallo ihr Lieben,

bei meiner Tochter habe ich „nur“ 9 Monate durchgehalten. Bei meinem Sohn wollte ich mindestens 6 Monate voll und mindestens ein Jahr ganz stillen. Ich fand stillen immer bequem und einfach praktisch.

Weder bei meiner Tochter, noch bei meinem Sohn hatte ich Stillprobleme. Auch das Abstillen hat bei meiner Tochter damals problemlos geklappt, von beiden Seiten aus. Weswegen ich dann bei meinem Sohn noch länger stillen wollte war, dass ich einfach keine Lust darauf hatte nachts Fläschchen zu machen oder immer überall das ganze Zeug, das man zum Flaschen machen braucht, mitzuschleppen. Das kannte ich alles schon, denn meine Tochter aß damals nicht besonders gut und fand auch tagsüber immer mehr Gefallen an der Pulvermilch. Was war ich froh, dass sich das Thema dann mit etwas über 1,5 Jahren erledigt hatte.

Nun ist mein Sohn von Anfang an ein tolles Stillbaby, das gerne und oft gestillt hat. Ich fand es toll und genoß es sehr.

Alles nur eine Phase?

Seine ersten Zähne bekam er mit 5 Monaten. Klar zwickte er mir damit immer mal wieder in die Brust, aber ich dachte an die Worte vieler Mamas, die mir sagten, dass das alles nur eine Phase sei und schnell vorbei gehe, wenn ich ihn nach dem Beißen von der Brust nehme und ihm sage, dass mir das weh tut etc.

Ich habe ALLES versucht! Von einem lauten „NEIN!“, das Beißen ignorieren (und innerlich AUAAAA! denken) bis hin zum wirklichen Anschreien, weil er mir ein Stück Brustwarze abgebissen hatte (doppelt und dreifach AUUUUAAAA!). Meine Brustwarze blutete stark und es tat einfach nur alles weh. Multimam Kompressen und Lansinoh Brustwarzensalbe halfen dann nach ein paar Tagen. In dieser Zeit trank er fast nur an der anderen Seite, da alles andere zu schmerzhaft gewesen wäre. Die „kaputte“ Brust habe ich nur ausgestrichen.

 

Muss ich jetzt oder sollte ich lieber abstillen?

Natürlich biss er mir aber auch in die andere Brustwarze und ich dachte immer mehr ans Abstillen. Jedoch machte mich dieser Gedanke einfach nur traurig, denn Abstillen ist nicht nur eine Umstellung für das Baby, sondern auch für die Mama. Ich sah mich schon wieder nachts Flaschen zusammenrühren und überhaupt…Wie beruhigt man das nachts quengelnde Baby ohne die Waffe Brust? Meine Tochter quengelte kaum, schlief mit 9 Monaten super in ihrem Zimmer (weil wir sie nachts störten) und schlief sofort nach der Flasche wieder ein, aber mein Sohn ist komplett anders. Er schläft nur an mir dran oder auf mir drauf, brauch sehr viel Körperkontakt und Nähe, wird gerne getragen etc.

WIE MACHT MAN DAS DANN?

Ich hab da echt Angst vor. Ich weiss aber auch, dass es so nicht weitergehen kann. Jeder Biss von ihm endet blutig und auch wenn ich tagsüber nicht mehr viel stille, habe ich es mir immer als Option offen halten wollen, wenn ich mal kein Essen dabei hatte.

Nachts trinkt er recht ruhig und ohne zu Beißen, das würde ich gerne weiter so handhaben, aber tagsüber?

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Welche Flasche, welches Milchpulver?

Hinzu kommt, dass er die Flasche eigentlich nicht wirklich nimmt, bzw. es sehr situationsabhängig ist, egal welches Modell. Bei meiner Tochter haben Flaschen von MAM und NUK sehr gut funktioniert. Pulver hat sie erst von Hipp und dann später von Bebivita bekommen und gemocht.

Also habe ich jetzt mal einen Großeinkauf gemacht. Neue Flaschen und Pulver. Am Tisch sitzend hat er auch eine Flasche davon getrunken. Abends dann (nachdem er wieder gebissen hatte) hat er sogar eine sehr große Flasche getrunken. Irgendwie fühlte es sich komisch an, aber ich war froh, dass er satt wurde.

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Diese Flasche von MAM habe ich genommen, weil man sie sowohl für Wasser unterwegs mit einem „großen Saugaufsatz“ und für Milch mit einem „kleinen Sauger“ benutzen kann.

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Ein weiteres Überbleibsel aus der Fläschchenzeit meiner Tochter ist dieser Flaschenbaum von NUK. Er ist super praktisch, da die Flaschen, Deckel, Schnuller etc. super schnell trocknen können und man sie einfach schnell griffbereit hat.

Als Reiniger verwende ich den Spül-Reiniger von Frosch.

Den richtigen Weg haben wir noch nicht gefunden. Ich würde gerne weiter stillen, ich glaube, das möchte er auch, aber ich weiß nicht wie. Wenn es unter Euch eine Stillberaterin gibt, die noch einen Tipp für mich hat (oder jede andere Mama natürlich auch), dann unbedingt her damit.

Wie war der Übergang bei euch? Oder habt ihr gar nicht mehr mit Flaschen angefangen? Braucht er das mit fast 11 Monaten überhaupt noch?

Liebe Grüße,

Eure Caro

 

3 Kommentare zu „Mein Baby beißt beim Stillen – Ist das der Anfang vom Ende unserer Stillzeit?

  1. Ich habe damals aufgehört zu stillen als mein Kind zu beissen anfing. Bei jedem anlegen hatte ich Angst und hatte nach ein paar Tagen das Gefühl die Milch wurde weniger.zum Glück ging das mit Flasche problemlos.
    Glg

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    1. Oje, genau das möchte ich ja eigentlich nicht. Aber ich kann deine Entscheidung gut verstehen. Ich bin auch schon ein bisschen verkrampft, wenn ich stillen soll. Das ist keine gute Kombination. Ich werde jetzt mal Stillhütchen probieren und schauen ob es damit etwas besser geht. Viele liebe Grüße

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  2. Meine Kleine hatte von Anfang an irgendwie immer gebissen – und das ohne Zähne. Die hatte so eine Kraft im Kiefer …. Nach einem halben Jahr hatte ich dann abgestillt und mit Flasche weiter gefüttert. Jaaa, so oder so ist das beißen nicht schön 🙂 Habe aber vorher schon teilweise mit Flasche gefüttert aber mit Muttermilch, einfach auch zur Erholung wenn es beim Stillen doch zu wund wurde.

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