Wenn das Baby schlecht schläft – Ich so bin müde!

Hallo ihr Lieben,

ich bin müde! Sowas von müde. So müde, dass mein Kopf schmerzt, meine Augen brennen und ich Kreislaufprobleme habe. Nein, das liegt nicht an zu viel Kaffee oder zu langem Wachbleiben. Es liegt am Baby (der genau genommen seit knapp 2 Wochen kein Baby mehr ist).Das Knautzelchen war noch nie der beste Schläfer (hach, was war ich von seiner Schwester verwöhnt). Die ersten Monate nach der Geburt schlief er ausschließlich auf oder an mir dran. Immer mit Körperkontakt, aber zum Glück auch im Kinderwagen. Also immer da, wo es Bewegung gab. Das war aber nie ein großes Problem für mich oder uns. Babies sind halt so. Manche brauchen diese Nähe mehr als andere etc. und ich war bereit mich darauf voll einzulassen. Das funktionierte auch alles sehr gut. Er schlief erst im Fabimax an meiner Seite und nach der Hälfte der Nacht zwischen meinem Mann und mir.

Als das Beistellbettchen zu klein wurde, gab es ein neues, größeres, aber auch an meiner Seite dran. Ich fand das auch zum Stillen einfach viel praktischer. Ich wollte nicht immer aufstehen oder mir den Rücken verrenken müssen.

Auch das Einschlafen klappt die ersten Monate problemlos. Meistens schlief er beim Stillen oder aber beim eng kuscheln ein. Doch irgendwann funktionierte das nicht mehr. Er schlief dabei nicht mehr ein, er wollte etwas anderes. Mehr Bewegung, mehr Schaukeln, mehr irgendwas. Manchmal kam ich nicht dahinter was das war und er weinte und schrie. So kannte ich ihn nicht. Er war immer ein recht zufriedenes Baby, das sich bemerkbar machte, wenn ihm was fehlte und in den meisten Fällen konnte ich sein Bedürfnis schnell befriedigen.

Dann kam unser Umzug Mitte Juli. Vielleicht lag es daran. Sein Bettchen war das Gleiche, aber alles andere war komplett neu für ihn. Es stand zwar noch an meiner Seite, jedoch war da jetzt ein Gitter. Dies musste ich dran machen, damit er nicht rausfällt, da sein Bettchen jetzt nicht mehr zwischen Wand und meinem Bett eingequetscht war und somit wegrutschen konnte. Das hat ihm nicht gefallen und das Einschlafen gestaltete sich immer schwieriger und dauerte immer länger. Es ging nur noch mit stundenlangem „schuckeln“ und „Schhhhhh“-Lauten. Nachts ließ er sich zum Glück noch durch die Brust beruhigen, jedoch wollte er auch nicht mehr in sein Bett zurück und blieb somit wieder zwischen uns liegen. Was okay gewesen wäre, aber wir haben ja noch unsere Große, die auch hin und wieder bei uns, genauer gesagt, zwischen uns schlafen möchte. Also gab es nachts Tränen darüber, dass der Kleine in der Mitte schlief und sie keinen Platz mehr hatte um mit mir zu kuscheln. Ich konnte ja auch nicht wirklich weg, denn ich stillte ja noch.

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Er wachte nachts immer häufiger auf, schrie auf einmal laut los und ließ sich manchmal kaum beruhigen. Er fand auf jeden Fall so gut wie NIE alleine in den Schlaf zurück. Trinken wollte er meist auch nicht mehr, da er tagsüber und auch abends sehr gut gegessen hatte. Ich dachte, ihm fehlte die Nähe, aber auch zwischen Mama und Papa wälzte er sich hin und her, meckerte und wurde eher wacher als müder und hielt uns Nächte lang auf Trab. Ich war fix und fertig. Mein Mann musste ja arbeiten und auch ich musste tagsüber funktionieren, denn ich habe 2 Kinder, die mich brauchen.

Der Tagschlaf sah ähnlich düster aus. Vormittags schlief er zwar zuverlässig, aber immer kürzer, sodass ich kaum eine Pause hatte. Am Ende nur noch knapp 45 Minuten, egal wie schnell ich wieder an seinem Bett war. Nachmittags schlief er eh nie länger als eine Stunde und die versuchte ich dann mit der Großen exklusiv zu verbringen.

Selten schlief er mal 2h am Stück, sowohl tags, als auch nachts. Und wenn, dann waren diese 2h auch durchpflügt von Unterbrechungen. Schnuller verloren, doch noch nicht ganz satt, falsch gelegen etc. Ich war bei jedem Schläfchen so angespannt, dass ich nicht abschalten konnte.

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Auch ein Ausquartieren kurz vor seinem 1. Geburtstag hat bis jetzt noch nicht wirklich etwas gebracht. Grund dafür war, dass mein Mann erkältet war und dolle husten musste, das Knautzelchen aber bei jedem Geräusch wach wurde. Da wir keine andere Schlafmöglichkeit für meinen Mann haben, dachte ich mir, dass er vielleicht in seinem eigenen Zimmer ruhiger schläft. Tatsächlich klappt das auch hin und wieder, aber dafür bin ich jetzt in der Nacht ständig auf Wanderschaft.

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Jetzt ist er etwas über ein Jahr alt und ich bin so verzweifelt, dass ich etwas ändern will. Ich habe mir zum einen das Buch „Schlafen statt Schreien“ zu Gemüte geführt und das Programm für ca. 3 Wochen durchgezogen. Ich habe Schlafprotokolle geführt, genau geschaut, dass ich ihn nicht überreize, ein Abendritual etabliert und ihm den Schnuller so gut es geht abgewöhnt.

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So richtig besser ist sein Schlaf nicht geworden. Naja, okay, ein kleines bisschen. Er schläft besser und auch schneller ein und er kommt auch besser in den Tiefschlaf ohne den Schnuller. Er wurde sonst nämlich immer wach, wenn er ihn verlor. In der Nacht findet er auch mit meiner Hilfe und ohne Brust (ich musste leider aufgrund von Medikamenten abstillen) in den Schlaf zurück, aber von alleine geht da noch nicht so viel.

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Nachdem mir das Buch zwar ein paar hilfreiche Tipps gegeben hatte, aber noch nicht der Schlüssel zur Büchse der Pandora war, erinnerte ich mich an einen Post auf Facebook. Dort schrieb eine Frau in einer Gruppe, dass sie Schlafcoach für Babies und Kleinkinder sei. Das fand ich total spannend. Ich wusste nur, dass eine gute Freundin von mir das mal mit ihrem 6-Monate-alten Jungen gemacht hat und ich das damals „viel zu früh“ fand um in den Schlafrhythmus einzugreifen. Finde ich, ehrlich gesagt, immer noch, aber ich kann Eltern verstehen, die diesen Weg gehen, wenn die Augenringe bis zum Boden reichen und sich das Gehirn wie Babybrei anfühlt. Also schrieb ich die Frau Schlafcoach an und wir telefonierten. Ich schilderte ihr erstmal unsere gegenwärtige (Schlaf-) Situation und unsere Probleme.

Ob es was bringt wird die Zeit zeigen. Ich werde darüber berichten. Und bis dahin erkennt ihr mich daran, dass ich diejenige bin, die bei DM den Korb voller gut deckender Concealer und Energydrinks hat 🙂

Ich habe vor Kurzem auch ein Video darüber gedreht. Für alle, die das Konzept der Schnullerentwöhnung noch nicht kennen, klicken bitte hier.

Ich wünsche Euch einen schönen freien Tag morgen,

eure Caro

2 Kommentare zu „Wenn das Baby schlecht schläft – Ich so bin müde!

  1. Mir hat die Kinderärztin nach der 6-Monats-Untersuchung (in das Kind pumperlgesund, aber ich völlig fertig war) das Buch „Jedes Kind kann schlafen lernen“ geliehen mit den Worten „Keine Angst. Ich habe das auch gemacht, behalten Sie es, solange Sie es brauchen“. Nach 2 Tagen war der Spuk vorbei. Eltern UND Kind auf einen Schlag ausgeglichener und ausgeschlafen. Seitdem schläft mein Kind wunderbar , jetzt ist es 15 Jahre alt. Vielleicht hilfts? Ich wünsche euch alles Gute!

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